project De Nollen

In dem binnendeichs gelegenen alten Dünengebiet De Nollen in Den Helder liegt die „Landschaft der Phantasie“, ein bereits existierendes Kunstprojekt, das in das Programm von Sense of Place aufgenommen wurde. Es begann einst als künstlerisches Experiment in einem alten, etwas verkommenen Dünengebiet und entwickelte sich zum Lebenswerk des Künstlers R.W. van de Wint (1942–2006). 25 Jahre lang arbeitete er an Gemälden, Stahlskulpturen und monumentalen Konstruktionen, die er in die Dünenlandschaft einbettete. Ort und Installationen formen eine Einheit. Das Gesamtkunstwerk ist komplex und einfach zugleich, strahlt eine große Lebendigkeit aus und zieht die Besucher förmlich in seinen Bann. In einer sich immer schneller verändernden Welt wollte der Künstler elementare Bilder erzeugen, die seit Jahrhunderten gleich geblieben sind: das Licht, der Übergang von Licht in die Dunkelheit, das Erleben von Farbe.

Diese von Van de Wint entworfene Landschaft ähnelt dem Skulpturengarten von Henry Moore in London, Little Sparta von Ian Hamilton Finlay in Schottland und der Kunstlandschaft des Museums Insel Hombroich bei Neuss.

Über R.W. van de Wint

Nachdem die Werke von Reindert Wepko (Ruud) van de Wint (1942–2006) in verschiedenen europäischen Museen zu sehen waren, zog sich der Künstler im Jahre 1980 in das alte Dünengebiet De Nollen zurück. Seine künstlerischen Aktivitäten in De Nollen wurden letztendlich sein Lebenswerk. Berühmt wurde Van de Wint vor allem mit seinen Gemälden im Parlamentsgebäude in Den Haag sowie mit Deckengemälden im Rathaus von Groningen und im Paleis Noordeinde, dem Amtsgebäude von Königin Beatrix. Darüber hinaus hat er rund 35 Skulpturen entworfen, die in ganz Holland stehen. Im Jahre 2002 wurden sein Oeuvre im Kröller-Müller Museum in Otterlo in einer Ausstellung mit dem Titel „R.W. van de Wint. Clair-Obscur. Zeven beelden.“ gezeigt.

Mehr Informationen: projectdenollen

Von November bis März ist das Projekt jeden Sonntag geöffnet von 12 bis 17 Uhr mit 2 Führungen um 13 und 15 Uhr.

Ort: Den Helder